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Unser Concept- und Cover-Artist Colin M. Winkler gibt euch heute einen kleinen Einblick in seine Arbeit am Beispiel der neuen Illustration zu Rick Future 6 SE „Kampf der Brüder“. Falls ihr unseren ausführlichen Bericht dazu verpasst habt, könnt ihr ihn hier nachlesen.

Und damit übergeben wir das Wort direkt an Colin und wünschen Euch viel Spaß mit diesem kleinen Blick hinter die Kulissen!

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„Vor jedem Cover steht für mich einiges an Recherchearbeit an. Für Rick Future frage ich als Erstes Sven Matthias und Dane Rahlmeyer Löcher in den Bauch und studiere die entsprechende Episode. Kein Detail in meinen Illustrationen wird von mir willkürlich gesetzt. Beim Cover zur Episode 6 musste ich herausfinden, wie die golwonische Architektur aussehen könnte. Die Kunst, und somit auch die Architektur, spiegelt immer Aspekte aus der Natur wieder. Im alten Griechenland waren es beispielsweise die Wellen und Kreaturen des Meeres sowie die Pflanzen, die in ihrer Umgebung wuchsen. Bei den Golwonen wäre mit Sicherheit das Eis ein prägender Formgeber. In ihrer Achitektur würde man sowohl die Formen als auch die Farben des Eises wiederfinden und Eis ist bei weitem nicht einfach weiß oder blau. Eis kann klar wie Kristall sein, grün und türkis, rosa gefärbt von Kleinstlebewesen oder rotbraun von oxidiertem Eisen. Das brachte mich, unter anderem, in die richtige Richtung.

Meine Vorzeichnugen fallen dann im ersten Augenblick meist recht einfach aus. Hierbei lege ich oft nur die groben Formen und die Gesamtkomposition fest.“

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„Aus den einfachen Linien erarbeite ich mir eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des Covers. Alle wichtigen Detials sind hier schon vorhanden. Später werde ich diese colorieren.

Das ist eine von vielen Techniken, mit der man an eine digitale Illustration herangehen kann. Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass das Schattieren in Grautönen erheblich einfacher ist, als bei einem in Farbe angelegten Bild. Und später lässt es sich sehr gut mit der Farbigkeit experimentieren.“

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„Im nächsten Schritt setze ich die Farbigkeit und zeichne Strukturen. Dabei arbeite ich nicht wie bei einem outline-orientieren Zeichenstil (Comic) und färbe Fläche für Flache, sondern ich beginne mit der Gesamtfarbigkeit und arbeite mich dann der Größe nach bis hin zu den kleinsten Details durchs Bild.“

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Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir euch auch wieder einige frische Wallpaper für euren Desktop anbieten. Ihr findet übrigens hier bereits viele unterschiedliche Wallpaper zu unseren bisherigen Veröffentlichungen. Und natürlich möchten wir euch in den Wochen vor der Veröffentlichung unseres Zweiteilers immer wieder Einblicke in die laufende Produktion geben.